Lässt sich ein Rücktransport ins Stammwerk nach Deutschland vermeiden?
Die Maschine hatte eindeutig Verformungen an den Versorgungsleitungen aber auch Kratzspuren und an den Standflächen. Nun galt es zu klären, ob die Reparatur der Maschine mit einfachen Mitteln vor Ort ausgeführt werden konnte, oder ob auch die geometrisch kritischen Komponenten Verformungen zeigten.
Dann wäre ein Rücktransport unvermeidbar gewesen. Dies leuchtet sofort ein, wenn man sich die Dimensionen der Maschine und die wirkenden Kräfte vor Augen hält: Der Hersteller verwendet Stahl-"bleche" von 3 bis 15 Zentimeter(!) Stärke. Bleche mit weniger als 3cm Stärke bezeichnen die Fachleute mitleidig als "Folie". Zum Vergleich: Ein typisches Autokarosserieblech ist 0,6 mm stark. Solche Stahlkörper mit hoher Präzision zu Schneiden und zu Schweißen, bedarf natürlich Spezialeinrichtungen.
Die Fragen, mit der intermetric betraut wurde, waren folgerichtig:
- Sind die Achsen der Pressenscharniere noch gerade und alle in der Flucht?
- Sind die Aufstandsflächen noch hinreichend in einer Ebene, so dass eine Reparatur vor Ort ausgeführt werden kann und sich die Maschine nicht durch Montage, Eigengewicht und Betrieb im Laufe der Zeit selbst verformt?