Ostumfahrung, Vaihingen

Deformationsmessung zur Vermessungstechnischen Beweissicherung der Ingenieurbauwerke.

Auftraggeber

Stadt Stuttgart, Tiefbauamt

Gesamtprojekt

Anfang des Jahres 2003 erhielt die intermetric GmbH den Auftrag "Erstellung eines Überwachungskonzeptes einschließlich Prüfung durch Simulationsrechnung und Ausführung einer Bezugsmessung".

Unsere Leistungen

  • Entwickeln eines Überwachungs- und Messkonzepts
  • Nullmessung und Folgemessung zur Langzeitbeobachtung
  • Sondermessungen zur Untersuchung von Temperatureinflüsse auf die Nesenbachtalbrücke

Ostumfahrung Vaihingen

Die Ostumfahrung Vaihingen wurde im Jahre 1999 unter Verkehr genommen. Seither entlastet sie den Vaihinger Ortskern um 30.000 Fahrzeuge täglich. Die Ostumfahrung ist 1,9 km lang und besteht im wesentlichen aus den Ingenieurbauwerken Österfeldtunnel, Nesenbachtalbrücke und Hengstäckertunnel.

Deformationen im Netz

Seit Fertigstellung führte die Vermessungsabteilung des Tiefbauamts Stuttgart 3D-Überwachungsmessungen und umfangreiche Setzungsmessungen durch. Grundlage bildete ein Festpunktfeld mit Pfeilervermarkungen im Bereich des Nesenbachtals und Bodenvermarkungen an den außenliegenden Portalen der beiden Tunnelbauwerke. Bei den jährlich durchgeführten Überwachungsmessungen zeigte sich, dass die Vermessungspfeiler im Nesenbachtal um mehr als 1 cm pro Jahr ins steile Tal abrutschen.

Sicheres Überwachungskonzept

Sechs übergeordnete Festpunkte im Umkreis von 1km um die Bauwerke wurden erkundet und vermarkt.

Diese wurden mittels GPS-Messungen in einem gemeinsamen Netzverband mit den stabilen Bodenvermarkungen an den Tunnelportalen und den Pfeilern im Nesenbachtal gemessen. Bei zukünftige Folgemessungen können dadurch die instabilen Messpfeiler überprüft und gegebenenfalls neu bestimmt werden. Die Deformationen innerhalb der Tunnelbauwerke werden an den fest vermarkten Messquerschnitten durch terrestrische Netzmessung bestimmt. Auf der Nesenbachtalbrücke wurden neue Messbolzen im Bereich der Kappen vermarkt welche von den Widerlagern aus sehr genau mittels terrestrischem Allignement beobachtet werden können.

Sämtliche Messungen werden gemeinsam ausgeglichen und den Werten der Bezugsmessung gegenübergestellt. Für Sondermessungen wie z.B. die Untersuchung des Temperatureinflusses auf die Nesenbachtalbrücke sind die Netzteile auch separat mess- und auswertbar. Die Höhen werden mittels Feinnivellement beobachtet, als Höhennetz ausgeglichen und auf die amtlichen Höhenfestpunkte gelagert. Die erreichte Genauigkeit für die Objektpunktbestimmung beträgt kleiner 2mm in der Lage und 1mm in der Höhe.

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