Kalender 2012

Februar 2012

Das Gleis im Gotthard Basistunnel - eingemessen von intermetric
Februar - Glatte Gotthard Gerade

Glatte Gotthard Gerade

Die intermetric ist beauftragt mit allen Vermessungsleistungen zum Einbau der Festen Fahrbahn im Gotthard-Basistunnel - siehe unsere Projektseite zum Gotthard-Basistunnel.


Zum Bild

Das Gleis in Fester Fahrbahn ist fertiggestellt. Die weiteren Installationen der Bahntechnik wie Oberleitung, Signale, Fernmeldeinstallationen sind noch nicht eingebaut. Dadurch kommt die "geradeste Gerade der Welt" voll zur Geltung.

Nach einer kleinen Kurve im Eingangsbereich am Südportal Bodio verläuft der Südabschnitt des Gotthard Basistunnels Über mehr als 12 km kerzengerade bis Faido und dann weiter zum Nordportal in Erstfeld. In der Weströhre dieses Abschnitts - genannt Faido-Bodio-West ist dieses Foto entstanden.

Unabhängige Nachmessungen ergaben, dass die strengen Anforderungen des Bauherrn alle eingehalten sind, so weicht etwa das fertig betonierte Gleis an keiner Stelle mehr als 2 Millimeter vom Soll ab und die mittleren Abweichungen der 25.000 Schwellen in X, Y und Z betragen sogar nur wenige 1/10tel Millimeter. 


Was soll dieser Aufwand?

Später sollen Güterzüge mit hohen Lasten und Personenzüge mit bis zu 250 km/h in enger Zugfolge durch den 57km langen Tunnel fahren. Damit dies tagein, tagaus Tag und Nacht reibungslos funktioniert, muss das Gleis möglichst wartungsfrei sein. Die beste Sicherheit dafür ist eine perfekte Gleislage, da bei glatter Fahrt wenig Reibung und durch geringe Querbeschleunigung nur kleine Kräfte auf den Gleiskörper wirken. 

Mit Fester Fahrbahn bezeichnet man Gleise, bei denen die Schienen nicht mit Schwellen quasi schwimmend im Schotter verlegt sind, sondern fest mit dem Unterbau verbunden - typischer weise einbetoniert - sind. Dies soll Gleislagestabilität über Jahrzehnte garantieren. Sinnvoll ist dies freilich nur, wenn die Gleislage von Anfang an nahe an der Perfektion ist.

Dieser Aufwand dient also der Pünktlichkeit der Züge über Jahrzehnte.